Carl Gustav Jung und das Rote Buch. 80 Jahre unter Verschluss, eine Essenz

Carl Gustav Jung und das Rote Buch. 80 Jahre unter Verschluss, eine Essenz

Carl Gustav Jung und das Rote Buch.
80 Jahre unter Verschluss, eine Essenz

INHALTSVERZEICHNIS

1. Prolog und Trailer
2. Überblick
3. Testimonial
4. Reflexion
5. Buchbeschreibung „Das Rote Buch“ von C.G. Jung

 

1. Prolog und Trailer
Carl Gustav Jung und das Rote Buch. 80 Jahre nach dem Verschluss des legendären Roten Buches wirft das Werk von Prof. C. G. Jung noch immer Fragen auf, die weit über akademische Debatten hinausgehen. War Jung ein geheimer „Esoteriker“, der seine Reputation schützen wollte, oder wusste er, dass die volle Kraft seines Vermächtnisses erst Jahrzehnte später zur Entfaltung gelangen würde? Gemeinsam mit der grossartigen Dr. Janine Landtwing wagen wir uns in diese Grenzbereiche des Denkens. Zwischen Bewusstsein und Unbewusstem, zwischen Tabu und transformativer Erkenntnis.


Abb. 1: Trailer: Dr. Janine Landtwing und das Rote Buch. Auf den Spuren von C.G. Jung. Quelle: Youtube

Trailer: Youtube – Link

 


Abb. 2: Die überzeugende Dr. Janine Landtwing in Rot. Wie das Rote Buch von Carl Gustav Jung. Verkörperte Essenz statt Kommentar, gelebte Symbolik statt Theorie. Lars Rominger als Gandalf, der Braune.

 

2. Überblick
Fast ein Jahrhundert lang blieb es verborgen. Das Rote Buch, Jungs intimstes Werk, entstand zwischen 1913 und 1930 und wurde aus Respekt, Vorsicht und Ehrfurcht erst nach rund 80 Jahren der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Kein theoretisches Lehrbuch, sondern ein existenzielles Protokoll innerer Erfahrung: Visionen, Dialoge, Bilder, Symbole. Jung nannte den Weg aktive Imagination, das bewusste Hinsehen nach innen, jenseits von Automatismen und blosser Rationalität.

Die Essenz des Roten Buches ist radikal und zeitlos. Bewusstsein entsteht dort, wo wir unser Denken beobachten lernen. Jung beschreibt den inneren Beobachter, der nicht reagiert, sondern wahrnimmt, nicht urteilt, sondern integriert. Genau darin liegt der Kern dessen, was heute als Metakognition bezeichnet wird, die Fähigkeit, über das eigene Denken nachzudenken und es in Echtzeit zu regulieren.

Diese Einsicht verbindet Generationen. Neurowissenschaftler Anil Seth und Psychologe Robert Sternberg betonen übereinstimmend, dass Metakognition die höchste Form von Intelligenz darstellt. Jung hat sie nicht nur beschrieben sondern gelebt und bildhaft festgehalten. Das Rote Buch ist damit kein historisches Kuriosum, sondern eine Landkarte für moderne Bewusstseinsarbeit.

Gelebte Praxis heute

Wo lernt man diesen inneren Beobachter heute? Nicht primär im Lesen, sondern in der Praxis der Neuroregulation. Im bewussten Wahrnehmen, Ordnen und Integrieren innerer Prozesse so, wie es in der Arbeit von Dr. Janine Landtwing verkörpert wird.

3. Testimonial
„Neurowissenschaftler Anil Seth und Psychologe Robert Sternberg sind sich einig: Die höchste Form von Intelligenz ist Metakognition, die Fähigkeit, über das eigene Denken nachzudenken. Nicht blind zu reagieren. Nicht im Autopilot zu leben. Sondern den eigenen Geist in Echtzeit zu beobachten. Genau diesen inneren Beobachter hat bereits Carl Gustav Jung im Roten Buch beschrieben. Das bewusste Hinsehen nach innen, jenseits von Automatismen. Wo lernt man das heute? In der gelebten Praxis der Neuroregulation, bei der grossartigen Dr. Janine Landtwing.“ (Lars Rominger)

Mehr Infos: https://janineyvettelandtwing.com/angebote/neuroregulation/

 


Abb. 3: Die grossartige Janine Landtwing (PhD) und Lars Rominger. Im Dialog mit dem Roten Buch als Brücke zwischen Tiefenpsychologie und gelebter Gegenwart.

 

4. Reflexion
Lars Rominger erkannte sich in vielem in Jungs Rotem Buch wieder. Trotz aller Wirren, Brüche und seltsamen Vorkommnissen zeigt sich für ihn darin eine innere Gesetzmässigkeit des psychischen Wandlungsprozesses.

Ein Versuch, diesen Prozess in fünf Etappen sichtbar zu machen:

4.1 Die Bereitschaft zum Experiment als Voraussetzung
Und so begibt sich Jung im Dezember 1913 in einem Experiment der Selbsterforschung, „meinem schwersten Experiment“, für die nächsten vier Jahre auf die Suche nach seinem eigenen Mythos, eine Suche, die ihn zu einer „neuen Quelle des Lebens“ führen sollte und über die er an Viktor White später schreibt: „Ich ersehnte den Beweis des Lebendigen Geistes und erhielt ihn. Fragen Sie mich nicht, zu welchem Preis.“

Zunächst schreibt Jung seine Phantasien und Aktiven Imaginationen in die Schwarzen Bücher, die als persönliches Protokoll seines Selbstexperiments anzusehen sind. Von dort aus finden diese in überarbeiteter Form ihren Weg in einen roten Lederfolioband, in dem Jung den Stoff nochmals überarbeitet und mit liebevoll gemalten und sorgfältig komponierten Bildern erweitert.

4.2 Die individuelle und innere Führung setzt ein. (Vom Geist der Tiefe)
Die Wiederfindung der Seele: Zu Beginn seines Selbstexperimentes wird Jung vom Geist der Tiefe darüber belehrt, sich vom Geist dieser Zeit, der die wissenschaftlich-materialistische Weltanschauung repräsentiert, abzuwenden. Er erkennt, dass der Geist der Tiefe, der zugleich auch der Herr der Tiefe des Weltgeschehens ist, seit „alters und in alle Zukunft hinaus die höhere Macht besitzt, als der Geist dieser Zeit, der mit den Generationen wechselt.“

Nicht Gegenstand der Wissenschaft soll die Seele sein, also Objekt eines „toten Lehrgebäudes“ oder einer „toten Formel“, sondern „ein lebendiges und in sich selber bestehendes Wesen.“ Der Weg zur Seele ist schwierig und voller Gefahren, denn „die Wegweiser sind gefallen, unbestimmte Pfade liegen vor uns. (…) Ein jeder gehe seinen Weg.“ Und: „es ist weise, die Seele zu nähren, sonst züchtet ihr Drachen und Teufel in eurem Herzen.“

Das Rote Buch dokumentiert Jungs Weg zur Wiederfindung seiner verlorengegangenen Seele und seine Methode der Aktiven Imagination zur Etablierung des Dialogs mit der Seele.

Seele und Gotteserfahrung: Die Frage nach der Seele als Ort der Gotteserfahrung zieht sich durch das gesamte Rote Buch. „Ich weiss nichts von deinem Geheimnis. Verzeih, wenn ich wie im Traume rede, …

4.3 Das Unsichtbare wird sichtbar. Geister, Dämonen, Teufel erscheinen bzw. werden sichtbar
Die Entstehung des kleinen Buches wurde durch außerordentliche Ereignisse angekündigt und war erfüllt von Phänomenen parapsychologischer Natur. Zunächst sahen und spürten mehrere von Jungs Kindern gespenstische Entitäten im Haus, während er selbst um sich herum eine seltsam geladene Atmosphäre bemerkte. Eines seiner Kinder hatte einen religiös gefärbten und zum Teil bedrohlichen Traum, in dem sowohl ein Engel als auch ein Teufel erschienen. Dann – an einem Sonntagnachmittag – läutete es an der Haustür Sturm. Man konnte tatsächlich sehen, wie sich die Glocke wild bewegte, doch kein sichtbares Wesen war für das Läuten verantwortlich. Das Zimmer, ja das ganze Haus schien mit einer großen Schar von „Geistern“ erfüllt zu sein; in dem von Spukgestalten heimgesuchten Flur konnte man nicht einmal mehr richtig atmen. Mit zitternder und besorgter Stimme rief Jung aus: „Um Gottes Willen, was ist denn das?“ Die Antwort kam von einem Chor von Geisterstimmen: „Wir kommen zurück von Jerusalem, wo wir nicht fanden, was wir suchten.“⁶⁷

Hier sieht man, wie das visionäre Erleben in die Tageswirklichkeit regelrecht einbricht. Zu dieser Zeit ist die seelische Verfasstheit und Gemengelage so unter Anspannung, Richtungs- und Verwirrung, dass es nicht verwundert, dass all diese Entwicklungen und Anhäufungen zu einem psychischen Druck führten, der zum Zusammenbruch hätte führen können.

In höchster Not scheint das Seelische sich in synchronistischen Ereignissen zusammenzuballen, und eine innere Situation prallt mit der Wirklichkeit zusammen oder kommt regelrecht von aussen auf ihn zu.

4.4 Entseelung durch Wissenschaft. Erkenntnis, dass die Wissenschaft die holistische Sicht sterilisiert.
Als die Menschheit aus der beseelten in die unbeseelte Natur übertrat, da geschah dies in der unhöflichsten Weise: die Beseeltheit der Natur wurde lächerlich gemacht und als abergläubisch beschimpft. Als das Christentum die alten Götter vertrieb, da ersetzte es sie durch den Einen Gott. Als aber die Wissenschaft die Beseeltheit der Natur aufhob, da gab sie ihr keine andere Seele, sondern setzte die menschliche ratio über die Natur.

 

4.5 Einsamkeit & Sprachlosigkeit
Die Sprachlosigkeit Jungs
Die zur Wahrheit wandern,
wandern allein,
keiner kann dem andern
Wegbruder sein.
Eine Spanne gehen wir,
scheint es im Chor…
bis zuletzt sich, sehn wir,
jeder verlor.
Christian Morgenstern

Nach Beendigung des Buches über die Wandlungen und Symbole der Libido im Jahre 1911 war es Jung während dreier Jahre unmöglich, auch nur ein wissenschaftliches Buch zu lesen. Es entstand in ihm das Gefühl, in der Welt des Intellekts nicht mehr mitmachen zu können. „Ich hätte auch über das, was mich beschäftigte, nicht reden können. Das aus dem Unbewussten zutage geförderte Material hatte mich sozusagen sprachlos gelassen“, schrieb Jung in seinen Erinnerungen.

In seinem Gedicht Selige Sehnsucht hat Goethe den Grund für das Schweigen und die Einsamkeit Jungs trefflich zum Ausdruck gebracht:

Sagt es niemand nur den Weisen,
weil die Menge gleich verhöhnet.
Das Lebendige will ich preisen,
Das nach Flammentod sich sehnet.

Textquelle zu Kapitel 3 „Reflexion“
Arzt, Thomas (Hrsg.) (2011):
Das Rote Buch. C. G. Jungs Reise zum „anderen Pol der Welt“. 
Studienreihe zur Analytischen Psychologie, Band 5. 
Giessen: Psychosozial-Verlag (Klett-Cotta / K&N). 

 

 


Abb. 4: Die grossartige Janine (Anima) erhebt den Heiligen Gral. Nicht um zu besitzen, sondern um zu erinnern, was im Menschen ganz werden will.


Abb. 5: An der Schwelle des Lebendigen Wassers, wo Bewusstsein und Mythos sich begegnen. Über der Oberfläche das geordnete Ich, darunter das Reich der Archetypen. Und in der Tiefe das leuchtende Selbst.


Abb. 6: Unter der Oberfläche. Über dem Wasser Alltag, darunter Archetypen, Schatten, Kind, Weise und Licht. Die innere Reise zur Ganzheit.

 


Abb. 7: Der Weg zur Ganzheit in 5 Stufen. Von der Schwelle über Schatten und inneres Kind zur Anima. Bis sich im Selbst das innere Licht sammelt und hält: Die strahlende Janine.
Quelle: Carl Gustav Jung und das Rote Buch. 80 Jahre unter Verschuss, eine Essenz. Dr. Janine Landtwing & Lars Rominger, 01. März 2026.

 


Abb. 8: Die Anima als Führerin. Im Licht des Waldes sitzt die lebendige Janine, die Trägerin von Weisheit und Sinn. Während Schatten und Krieger wachen. Ihr Bewusstsein folgt ihrer Seele.

 


Abb. 9: Die integrierte Anima. Lachend im goldenen Licht vereint Janine Freude mit Lebenskraft, Schatten und Krieger sind anwesend, aber entmachtet, Janines Selbst ruht in Freude und Ganzheit.

 


Abb. 10: Verhüllt. Die Gestalt verbirgt ihr Gesicht. Der Archetyp trägt das Ich, noch ungesehen.

 


Abb. 11: Ahnbar. Die Kapuze öffnet sich, das Bewusstsein nähert sich seinem eigenen Bild.

 


Abb. 12: Erkannt. Das Gesicht tritt hervor. Das Selbst wird sichtbar, ohne Maske.

 


Abb. 13: Integriert. Der spirituelle Wanderer steht ruhig. Archetyp (Gandalf) und Lars sind eins geworden.

 


Abb. 14: „Archetypen am Zugersee“
Eine spontane Bildserie inspiriert von C.G. Jung, dem Roten Buch und der zeitlosen Frage, welche Rollen der Mensch bewusst oder unbewusst verkörpert.
(1 von 4)

 

 


Abb. 15: „Archetypen am Zugersee“
Eine spontane Bildserie inspiriert von C.G. Jung, dem Roten Buch und der zeitlosen Frage, welche Rollen der Mensch bewusst oder unbewusst verkörpert.
(2 von 4)

 


Abb. 16: „Archetypen am Zugersee“
Eine spontane Bildserie inspiriert von C.G. Jung, dem Roten Buch und der zeitlosen Frage, welche Rollen der Mensch bewusst oder unbewusst verkörpert.
(3 von 4)

 


Abb. 17: „Archetypen am Zugersee“
Eine spontane Bildserie inspiriert von C.G. Jung, dem Roten Buch und der zeitlosen Frage, welche Rollen der Mensch bewusst oder unbewusst verkörpert.
(4 von 4)

5. Buchbeschreibung „Das Rote Buch“ von C.G. Jung
Quelle: Orell Füssli – Verlag


Abb. 18: Das Rote Buch von C.G. Jung

Titel: Das Rote Buch
Untertitel: Liber Novus, Philemon Series
Autor: C. G. Jung
Editor: Sonu Shamdasani
Übersetzer: Christian Hermes
EAN: 9783843604673
ISBN: 978-3-8436-0467-3
Format: Fester Einband
Herausgeber: Patmos-Verlag
Genre: Psychologie-Lexika
Veröffentlichung: 20.05.2016
Anzahl Seiten: 372
Gewicht: 4562g
Grösse: H412mm x B305mm x T68mm

Beschreibung:
Als geheimnisvolles »Rotes Buch« ging es in die Literatur über C. G. Jung ein. Niemand bekam es zu Gesicht, da sein Urheber selbst verfügt hatte, es nicht zu veröffentlichen. Diesem Wunsch wurde entsprochen. Doch fast fünfzig Jahre nach dem Tod Jungs ist die Zeit gekommen, um dieses eindrucksvolle Werk der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Über viele Jahre hielt der große Schweizer Tiefenpsychologe C. G. Jung (18751961) seine Träume, Visionen und Fantasien in einem Tagebuch fest: großformatig, kunstvoll und farbenprächtig C. G. Jungs handgeschriebenes und -gemaltes einzigartiges Vermächtnis. Interview mit Ulrich Hoerni aus dem Jahr 2009 von der Stiftung der Werke von C.G.Jung zur Veröffentlichung des Roten Buches. -Was ist das Rote Buch? Das Rote Buch ist ein in rotes Leinen gebundenes Buch (Format ca. 30 x 40 x 10.5 cm), in welchem C. G. Jung ein langes Experiment mit sich selbst dokumentierte, welches später als Auseinandersetzung mit dem Unbewussten bekannt wurde. Der Inhalt besteht zum Teil aus Texten, d.h. Imaginationen (= Wachphantasien) und Reflexionen darüber, zum Teil aus von Jung gemalten Bildern. Die Texte wurden mehrfach überarbeitet und schließlich kalligraphisch in das eigentliche Buch übertragen, in der Art einer illuminierten mittelalterlichen Handschrift. Das Rote Buch ist ein unvollendetes Werk. -Warum wird das Rote Buch erst jetzt veröffentlicht? Obschon Jung selbst den Schritt vielleicht erwog, publizierte er das Rote Buch weder separat, noch in seinen Gesammelten Werken. Hauptgrund war vermutlich, dass es keinen wissenschaftlichen, sondern autobiographischen Charakter trug. Im Hinblick auf das Werk Erinnerungen, Träume und Gedanken von C. G. Jung gestattete Jung der Herausgeberin Aniela Jaffé nur die Verwendung von Auszügen aus dem Roten Buch. Die Erben Jungs respektierten diese explizit oder implizit geäußerten Wünsche. Nach Beendigung der Publikation der Gesammelten Werke ermöglichte eine zunehmend psycholo-giehistorische Betrachtungsweise der Erbengemeinschaft C. G. Jung einen neuen Zugang zum Roten Buch und damit im Jahr 2000 nicht ohne Diskussion dessen Freigabe zur Publikation. -Was ist das Besondere an dem Roten Buch? Im Gegensatz zu den zumeist wissenschaftlichen Werken, in welchen sich Jung an den Regeln der sachlich-distanzierten, objektiven Betrachtungsweise orientiert, dokumentiert das Rote Buch subjektive Imaginationen, persönliche Eindrücke und namentlich auch Emotionen. Die Sprache des Roten Buches ist nicht die (wissenschaftliche) Sprache vom Anfang des 20. Jahrhunderts, sondern orientiert sich an historischen, dichterischen, philosophischen und religiösen Vorbildern. Auch das äußere Erscheinungsbild des Roten Buches unterscheidet sich von allen anderen Werken Jungs . -Wie lange hat C. G. Jung daran gearbeitet? Nach eigenen Angaben arbeitete Jung 16 Jahre lang am Roten Buch. Fortlaufende Imaginationen sind von 1913 bis 1928 datiert, das letzte fertiggestellte Bild ebenfalls von 1928. Für die Publikation von Erinnerungen, Träume und Gedanken versuchte Jung zwischen 1957 und 1961, den Text des Roten Buches auf Grund des alten Entwurfs fertig zu schreiben, brach seine Bemühungen jedoch ab. – Welche Bedeutung hat es für sein Werk? Jung kommentierte seine Auseinandersetzung mit dem Unbewussten (d.h. der Jahre 1913-1928) um 1958 in der Formulierung von Aniela Jaffé wie folgt: Meine gesamte spätere Tätigkeit bestand darin, das auszuarbeiten, was in jenen Jahren aus dem Unbewussten aufgebrochen war und mich zunächst überflutete. Es war der Urstoff für ein Lebenswerk. Das Rote Buch ist das Dokument dazu. © U.Hoerni / Stiftung der Werke von C.G.Jung

Autorentext:
Carl G. Jung, geb. am 26. Juli 1875 in Kesswil in der Schweiz, studierte Medizin und arbeitete von 1900-09 an der psychiatrischen Klinik der Universität Zürich (Burghölzli). 1905-13 war er Dozent an der Universität Zürich, 1933-42 Titularprofessor an der ETH und 1943 Ordentlicher Professor für Psychologie in Basel. Jung gehört mit Sigmund Freud und Alfred Adler zu den drei Wegbereitern der modernen Tiefenpsychologie. Er entwickelte nach der Trennung von Sigmund Freud (1913) die eigene Schule der Analytischen Psychologie. C. G. Jung starb am 6. Juni 1961 in Küsnacht.

Addendum. Making of – Bilder: 


Abb. 19: Begegnung am aufgeschlagenen Wort mit der grossartigen Janine Landtwing (PhD). Zwischen Buch, Gandalf-Stab und Raum verdichtet sich der Dialog zwischen Bewusstsein und Tiefe. Eine stille Annäherung an die Essenz von C.G. Jungs Rotes Buch.

 


Abb. 20: Im roten Raum des Bildwortes. Janine Landtwing (PhD) in Rot begegnet dem Roten Buch. Farbe, Symbol und Präsenz verdichtet sich zu einem Dialgo zwischen Imagination und Bewusstsein nach C.G. Jung.


Abb. 21: Making of: „Archetypen am Zugersee“
Eine spontane Bildserie inspiriert von C.G. Jung, dem Roten Buch und der zeitlosen Frage, welche Rollen der Mensch bewusst oder unbewusst verkörpert.
(1 von 2)

 


Abb. 22: Making of: „Archetypen am Zugersee“
Eine spontane Bildserie inspiriert von C.G. Jung, dem Roten Buch und der zeitlosen Frage, welche Rollen der Mensch bewusst oder unbewusst verkörpert.
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