Die Quantenphysik passt nicht in die Mainstream-Wissenschaft

Die Quantenphysik passt nicht in die Mainstream-Wissenschaft

Der Beobachter formt das Beobachtete. Sobald nämlich ein bewusstes Leben in quantenphysikalische Prozesse eingreift, verändern sich die Resultate.
Werner Heisenberg resümierte im Jahr 1973: «Wenn wir aus den atomaren Erscheinungen auf Gesetzmässigkeiten schliessen wollen, so stellt sich heraus, dass wir nicht mehr objektive Vorgänge in Raum und Zeit gesetzmässig verknüpfen können, sondern Beobachtungssituationen. Nur für diese erhalten wir empirische Gesetzmässigkeiten.» Mit einem Mal existierten keine allgemeingültigen Vorhersagen über ein Geschehen mehr. Stattdessen ereignete sich genau das, was der Beobachter durch die Art seines Experiments hervorrief. Radikal ausgedrückt heisst dies: Es gibt keine objektive Wirklichkeit. Alles ist im Fluss.
Für Mainstream-Wissenschafts-Hardliner natürlich auch eine Provokation.
Objektiv gesehen urteilt jede Person aufgrund seines derzeitigen Wissensstandes. Das meiste Wissen ist nicht faktisches, sondern geglaubtes Wissen; kaum jemand kein unterscheiden, ob sein Wissen einer absoluten Wahrheit gleichkommt oder nur geglaubt wird. Das gilt ganz besonders der nahezu blinden Wissenschaftsgläubigkeit, die trotz den Erkenntnissen in der Quantenphysik, noch immer grassiert.
K.H. Müller (1982): «Der wahre Aberglaube unserer Zeit besteht darin, dass die Mehrheit der akademisch gebildeten Welt fälschlicherweise glaubt, ihre materialistische Weltanschauung sei wissenschaftlich erwiesen.»
Anders und einfacher ausgedrückt: Die Frage entscheidet somit über die Antwort. Fragen wir nach Teilchen, sehen wir eine Teilchenkonstruktion. Fragen wir nach einer Welle, sehen wir eine Welle. Fragen wir nach Freundlichkeit, verändern wir mit freundlichem Blick unser Umfeld und empfangen Freundlichkeit. Fragen wir nach Hass, aggressiv aufgeladen und feindselig, begegnet uns eine hasserfüllte Wirklichkeit. Jeder bekommt den Himmel, den er sich vorstellt. Apropo Himmel: Wir erzeugen Engel, weil wir überzeugt sind, dass es sie gibt. Eine paradoxe Aussage, doch genauso läuft die Realitätsbildung ab: Was möglich ist, wird Wirklichkeit, sobald wir es mit Sinn und Bedeutung füllen.
Mit den Erkenntnissen der Quantenphysik müssten Wissenschaftler:innen konsequenterweise zu Philosophinnen und Philosophen werden, doch der Klammergriff an die überholten Physik-Gesetze ist starr wie zu Zeiten von Kolumbus, der sich bei seinen Überlegungen nicht an der damaligen Mainstream-Wissenschaft orientierte sondern an den Theorien von Aristoteles und Seneca. Sie waren nämlich der Meinung, dass die Erde keine Scheibe war, sondern eine Kugel.
Der Schweizer Beat Imhof schreibt 2012 in seinem umfassend recherchierten Buch «Wie auf Erden so im Himmel»: «Wir denken nicht, weil wir ein Gehirn haben, sondern wir haben ein Gehirn, weil wir denken.»
Einstein 1953: «Es lässt sich schwer sagen, was Wahrheit ist, aber manchmal ist es leicht, etwas Falsches zu erkennen.»
Freeman 1971: «Wenn wir ins Universum hinausblicken und erkennen, wieviele Zufälle in Physik und Astronomie zu unserem Wohle zusammengewirkt haben, dann scheint es fast, als habe das Universum in gewissem Sinne gewusst, dass wir kommen.»
Paul Brunton: «Vorstellen heisst erschaffen. Was ein Mensch denkt, wird er.»
Schliessen möchte ich diese Betrachtungen mit C.G. Jung und Wolfgang Pauli (1955): Es ist Zeit, die Beschränkungen unseres Denkens loszulassen und einen neuen Blick auf unser Potenzial menschlicher Wesen zu werfen. Wenn wir ein Bild der gesamten Schöpfung in uns tragen, dann verfügen wir auch über ein riesiges Potenzial von kreativem Bewusstsein. Nur Überzeugungen begrenzen unsere Kreativität.»

Bildquelle: © PETER JURIK / STOCK.ADOBE.COM (AUSSCHNITT)
https://www.spektrum.de/thema/quantenphysik/950163

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